Jeder Druckmessumformer hat unterschiedliche Eigenschaften, die sich auf seine Funktionsweise und die Anwendungen auswirken, für die der Druckmessumformer am besten geeignet ist. Beachten Sie bei der Auswahl eines Druckmessumformers die folgenden fünf Kriterien:
1. Anwendung und Messart
Zu den gängigen Arten der Druckmessung gehören: Absolutdruck, Relativdruck, Differenzdruck, Vakuumdruck, bidirektionaler Druck und geschlossener Druck.
2. Messbereich
Die wohl wichtigste Entscheidung bei der Auswahl eines Druckmessumformers ist der Messbereich. Dabei müssen zwei gegensätzliche Aspekte berücksichtigt werden:
Die Genauigkeit des Geräts und sein Schutz vor Überdruck. Aus Sicht der Genauigkeit sollte der Messbereich eines Transmitters niedrig sein (normaler Betriebsdruck etwa in der Mitte des Messbereichs), damit der Fehler, in der Regel ein Prozentsatz des Skalenendwerts, minimiert wird.
Andererseits muss man immer die Folgen von Überdruckschäden aufgrund von Bedienungsfehlern, fehlerhafter Konstruktion (Wasserschlag) oder versäumter Isolierung des Geräts während der Druckprüfung und Inbetriebnahme berücksichtigen. Daher ist es wichtig, nicht nur den erforderlichen Messbereich, sondern auch den erforderlichen Überdruckschutz anzugeben.
3. Prozessmedien
Die zu messende Prozessflüssigkeit sollte ebenfalls Ihre Entscheidung beeinflussen. Diese Materialien, die oft als „benetzte Teile” bezeichnet werden, sollten aufgrund ihrer Kompatibilität mit der zu messenden Flüssigkeit ausgewählt werden. In Umgebungen mit sauberer, trockener Luft sind nahezu alle Materialien zulässig. Bei Einsatzbedingungen mit Meerwasser sollten jedoch Legierungen mit hohem Nickelgehalt wie INCONEL®-Legierung 718 (UNS N07718) in Betracht gezogen werden. Andere gängige Materialien sind Edelstahl 316 und Edelstahl 17-4. Wenn eine hygienische Armatur erforderlich ist, sollte dies ebenfalls berücksichtigt werden.
4. Messbereich und Umgebung der Installation
Extreme Temperaturen oder Vibrationen schränken die ordnungsgemäße Funktion von Transmittern ein. Bei extremen Temperaturen ist die Dünnschichttechnologie überlegen. Extreme Temperaturen führen auch zu Fehlern in der Ausgabe des Transmitters. Der Fehler wird häufig in Prozent des Skalenendwerts pro 1 °C (%FS/°C) angegeben.

Der Korrosionsschutz muss berücksichtigt werden, sowohl hinsichtlich des Spritzens korrosiver Flüssigkeiten als auch hinsichtlich der Einwirkung korrosiver Gase auf die Außenseite des Gehäuses. Befindet sich die Installation in einem Bereich, in dem explosive Dämpfe vorhanden sein können, müssen der Messumformer oder Transmitter und seine Stromversorgung für diese Umgebungen geeignet sein.
Dies wird in der Regel entweder durch die Unterbringung in gespülten oder explosionsgeschützten Gehäusen oder durch die Verwendung eigensicherer Konstruktionen erreicht. Wenn eine kompakte Größe erforderlich ist, ist ein unverstärkter Wandler am besten geeignet.
5. Genauigkeit
Manometer gibt es in vielen verschiedenen Genauigkeitsklassen. Die Genauigkeit gängiger Druckmessumformer kann zwischen 0,5 % und 0,05 % des Skalenendwerts liegen. Höhere Genauigkeiten sind wünschenswert, wenn sehr niedrige Drücke für kritisch anspruchsvolle Anwendungen gemessen werden müssen.
6. Ausgang
Es gibt verschiedene Arten von Ausgängen für Druckmessumformer. Dazu gehören: ratiometrischer Ausgang, mV/V-Ausgang, verstärkter Spannungsausgang, mA-Ausgang und digitale Ausgänge wie USBH. Weitere Details zu den einzelnen Ausgangstypen finden Sie hier . Im Allgemeinen ist es wichtig, die Einschränkungen und Vorteile der einzelnen Ausgänge zu berücksichtigen, um den für Ihre Anwendung am besten geeigneten Ausgangstyp zu ermitteln.
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