Es gibt viele Anwendungen, die eine genaue Messung der Oberflächentemperatur erfordern, bei denen jedoch keine Oberflächensonde verwendet werden kann, da kein direkter Kontakt mit dem zu messenden Objekt hergestellt werden kann. In diesen Fällen ist die Infrarot-Sensortechnologie ideal.
Verwendung von Infrarotstrahlung zur Temperaturmessung
Infrarotstrahlung ist eine Form von Strahlungsenergie, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. Wir können sie als Wärme spüren. Im elektromagnetischen Spektrum liegt das Infrarotband knapp außerhalb des Messbereichs des sichtbaren Lichts.
Alle Objekte mit einer Temperatur über dem Absoluten Null senden Infrarotstrahlung aus. Je heißer das Objekt ist, desto höher ist die Frequenz dieser Strahlung. Infrarot-Temperaturmessgeräte erfassen die Frequenz der Infrarotstrahlung.
Heute sind zwei Arten von Infrarot-Temperaturmessgeräten weit verbreitet. Beide funktionieren nach dem gleichen Grundprinzip: Sie erfassen die Frequenz der von einem Objekt abgegebenen Infrarotstrahlung und wandeln diese in einen Temperaturwert um. Ansonsten unterscheiden sie sich jedoch voneinander.
Infrarot-Thermometer
Infrarot-Thermometer werden manchmal auch als IR-Pistolen bezeichnet. Diese Thermometer basieren auf Sensoren, sogenannten Thermofilen, die die einfallende Infrarotstrahlung mithilfe winziger Thermoelemente in Wärme umwandeln. Die Thermoelemente wandeln diese Wärme in ein elektrisches Signal um, das dann gemessen wird. Das Ergebnis wird auf einem Bildschirm in Form eines Temperaturwertes angezeigt.
Ein Infrarot-Thermometer ist zwar ein zuverlässiges und kostengünstiges Mittel zur berührungslosen Temperaturmessung, kann jedoch nur die Temperatur eines einzelnen Punktes messen. Wenn Sie Messungen an mehreren Punkten innerhalb eines größeren Bereichs benötigen, müssen Sie mehrere Temperaturmessungen durchführen.
Wärmebildkameras
Wärmebildkameras werden auch als Wärmebildgeräte bezeichnet. Sie arbeiten mit einem Focal-Plane-Array-Sensor. Der Focal-Plane-Array-Sensor in der digitalen Wärmebildkamera TI-128 hat beispielsweise Abmessungen von 640 x 480. Jedes Pixel fungiert als unabhängiges Temperaturmesselement und liefert über 300.000 einzelne Temperaturpunkte in jedem Wärmebild oder Video.
Diese Technologie erzeugt nicht nur ein hochdetailliertes Wärmebild unter Verwendung der Strahlung aus dem Infrarotspektrum, sondern ermöglicht auch die Speicherung von Temperaturdaten. Die Daten der Wärmebildkamera können auch für viele Anwendungen verarbeitet werden. Mit Analysewerkzeugen können bestimmte Elemente hervorgehoben oder bestimmte Werte angezeigt werden. Jedes Wärmebild oder Video kann mit einem Zeitstempel gespeichert werden, um zu dokumentieren, wie sich die Temperaturen im Laufe der Zeit ändern.
Darüber hinaus können Wärmebildkameras aufgrund ihrer fortschrittlichen Optik Temperaturen über viel größere Entfernungen hinweg genauer erfassen als Infrarot-Thermometer.
Wie wählt man zwischen Infrarot-Thermometern und Wärmebildkameras?
Wenn Ihre Anwendung einfach ist – Sie müssen lediglich einige berührungslose Temperaturpunktprüfungen durchführen – und Ihr Budget begrenzt ist, ist ein Infrarot-Thermometer eine gute Wahl.
Wenn Sie jedoch mehr Informationen oder ein detaillierteres Temperaturprofil benötigen, bietet eine Wärmebildkamera weitaus robustere Erfassungs-, Bildgebungs- und Aufzeichnungsfunktionen.
Wenn Sie Fragen zur Auswahl des besten Temperatursensors für Ihre Anwendung haben, wenden Sie sich noch heute an uns. Ein Mitglied unseres Teams hilft Ihnen gerne weiter.