Thermoelemente gibt es mit drei Arten von Verbindungsstellen: geerdet, ungeerdet und offen.
Bei geerdeten Verbindungsstellen sind die Thermoelementdrähte in die Schweißnaht der Spitze integriert, sodass sie in direktem Kontakt mit der Ummantelung stehen. Dies sorgt für eine schnellere Reaktion des Thermoelements auf Temperaturänderungen, jedoch werden alle von der Ummantelung aufgenommenen elektrischen Störsignale im Thermoelementsignal vorhanden sein. Da es sich um ein Niederspannungssignal handelt, kann dieses Rauschen zu Problemen beim Auslesen der Thermoelementausgabe führen.
Bei ungeerdeten Verbindungen sind die Thermoelementdrähte von der Ummantelung isoliert. Die Ansprechzeit bei dieser Bauweise ist etwas langsamer als bei geerdeten Verbindungen, da die Temperaturänderung die Drähte etwas verzögert erreicht. Streuströme werden jedoch nicht auf das Thermoelementsignal übertragen.
Bei freiliegenden Verbindungen ragen die Thermoelementdrähte über die Ummantelung hinaus und sind den Umgebungsbedingungen ausgesetzt. In diesem Fall reagiert das Thermoelement schnell auf Temperaturänderungen, ist jedoch auch Oxidation, Korrosion, Verunreinigungen oder elektrischen Störungen ausgesetzt.
Thermopaar-Materialien
Thermopaare haben positive und negative Drähte, die immer aus unterschiedlichen Legierungen bestehen. Die folgenden Drähte werden für die einzelnen Thermopaartypen verwendet:
| Positiver Draht | Negativer Draht | |
| Typ K | Nickel 10 % Chrom (Chromel) | Nickel 5 % Aluminium (Alumel) |
| Typ J | Eisen | Kupfer 45 % Nickel (Konstantan) |
| Typ T | Kupfer | Kupfer 45 % Nickel (Constantan) |
| Typ E | Nickel 10 % Chrom (Chromel) | Kupfer 45 % Nickel (Konstantan) |
| Typ N | Nickel 14 % Chrom 1,5 % Silizium | Kupfer 45 % Nickel (Constantan) |
| Typ R | Platin 13 % Rhodium | Platin |
| Typ S | Platin 10 % Rhodium | Platin |
| Typ B | Platin 30 % Rhodium | Platin |
| Typ C | Wolfram 5 % Rhenium | Wolfram 26 % Rhenium |