Ein Pt100-RTD-Sensor ist einer der gängigsten Temperatursensoren auf dem heutigen Markt. Er ist ein Beispiel für einen Widerstandstemperaturdetektor – oder RTD-Temperatursensor –, bei dem es sich um Temperatursensoren handelt, die ein Widerstandselement enthalten, dessen Widerstandswert sich bei Temperaturänderungen ändert.
Ein bisschen Geschichte
Pt100-Sensoren werden seit vielen Jahren zur Temperaturmessung in Labor- und Industrieprozessen eingesetzt und haben sich einen Ruf für Genauigkeit, Wiederholbarkeit, Stabilität und einen großen Temperaturbereich erworben.Ein Pt100-Sensor wird so genannt, weil diese Sensoren auf Platin basieren: „Pt” ist das chemische Symbol für Platin. Platin ist zwar teuer, bietet aber sowohl eine höhere Linearität als auch eine größere Stabilität als andere Materialien. Die 100 gibt an, dass der Widerstand des Temperatursensors bei 0 °C 100 (Ohm) beträgt.
Bei einem typischen Pt100-RTD wird der Platindraht um einen Keramikkern gewickelt oder zu einer Spule gewickelt. Der Keramikkern sorgt für Stabilität bei extremen Temperaturen und bietet eine gute Wärmeisolierung gegenüber Änderungen der Umgebungstemperatur. Darüber hinaus schützt der Keramikkern den empfindlichen Platindraht vor Beschädigungen.
Wie funktionieren Pt100-Sensoren?
Pt100-Temperatursensoren nutzen das Prinzip des elektrischen Widerstands zur Temperaturmessung, wonach der Widerstand eines Metalls gegenüber dem Stromfluss mit steigender Temperatur zunimmt. Diese Widerstandsänderung bei Temperaturänderungen ist vorhersehbar, und genau diese vorhersehbare Änderung wird zur Temperaturbestimmung herangezogen.Der Pt100, ein Platin-Widerstandsthermometer, ist einer der genauesten Temperatursensoren und bietet eine hervorragende Stabilität und Wiederholbarkeit. Diese Sensoren sind außerdem relativ unempfindlich gegenüber elektrischen Störungen und eignen sich daher gut für die Temperaturmessung in industriellen Umgebungen, insbesondere in der Nähe von Motoren, Generatoren und anderen Hochspannungsgeräten.