Bei der Kommunikation mit einem RS-232-Gerät von einem PC aus spielen viele Faktoren eine Rolle. Dazu gehören die richtige Baudrateneinstellung für das Gerät, die richtige Softwarekonfiguration und die richtige Verkabelung. Es gibt einen sehr einfachen Test, der Ihnen die Fehlerbehebung in Ihrem RS-232-System erleichtert. Dieser Test wird manchmal als „Loop-Back”-Test bezeichnet.
Im Grunde überprüft dieser Test, ob der serielle Anschluss Ihres PCs ordnungsgemäß funktioniert, ob die von Ihnen verwendete RS-232-Software korrekt im Betrieb ist und ob Sie mit dem richtigen Anschluss verbunden sind. Ein häufiger Fehler ist es, ein serielles Gerät an den Druckeranschluss anzuschließen, da viele glauben, dass es sich dabei um einen 25-poligen RS-232-Anschluss handelt. Wichtig zu wissen ist, dass ein RS-232-Anschluss an einem IBM- oder kompatiblen PC immer ein Stecker ist und entweder 9 oder 25 Pins haben kann. Ein Druckeranschluss ist immer eine 25-polige Buchse.
Um einen „Loop-Back”-Test durchzuführen, befolgen Sie diese einfachen Schritte. (Diese Anweisungen gelten für IBM- oder kompatible Computer. Sie sind jedoch auch für andere Computer ähnlich.)
Identifizieren Sie Ihren seriellen Anschluss
Denken Sie daran, dass der RS-232-Anschluss eines PCs 9-polig oder 25-polig sein kann, aber immer ein Stecker ist (mit Stiften, nicht mit Buchsen). Wenn Sie über zwei serielle Anschlüsse verfügen, ermitteln Sie, ob es sich um COM1 oder COM2 handelt. Schlagen Sie gegebenenfalls im Handbuch Ihres Computers nach oder wenden Sie sich an den technischen Support.
Suchen Sie die Pins 2 und 3
Möglicherweise benötigen Sie eine Lupe, um die Zahlen auf der Innenseite des Steckers zu lesen. Ein 25-poliger Anschluss sendet auf Pin 2 und empfängt auf Pin 3, bei einem 9-poligen Anschluss ist es genau umgekehrt. Für diesen Test spielt das jedoch keine Rolle, da wir lediglich die SENDELEITUNG mit der EMPFANGSLEITUNG verbinden wollen.
Draht anschließen
Verbinden Sie Pin 2 und Pin 3 mit einem Stück Draht. Indem Sie diese Pins direkt miteinander kurzschließen, verbinden Sie die TRANSMIT-Leitung mit der RECEIVE-Leitung. Wenn Sie einen anderen PC als einen IBM- oder kompatiblen PC verwenden, suchen Sie TRANSMIT und verbinden Sie es mit RECEIVE. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Pins zu verbinden, können Sie versuchen, einen dünnen Kupferdraht um ein Ende einer aufgewickelten Büroklammer zu wickeln, sodass eine kleine Spule entsteht. Schieben Sie diese Spule dann um die Pins des seriellen Anschlusses.
Terminalemulationsprogramm ausführen
Führen Sie ein beliebiges Terminalemulationsprogramm aus, z. B. Hyperterminal (in Windows 95 enthalten) oder Terminal (in Windows 3.1 enthalten). Stellen Sie die Software so ein, dass sie mit der richtigen Portnummer kommuniziert, z. B. COM1 oder COM2. Deaktivieren Sie alle Handshake-Funktionen wie RTS/CTS oder X-ON/X-OFF. Die Baudrate spielt für diesen Test keine Rolle, da der Port mit derselben Rate sendet und empfängt.
Beginnen Sie mit der Eingabe
Beginnen Sie mit der Eingabe beliebiger Zeichen über Ihre Tastatur. Alles, was Sie eingeben, sollte auf Ihrem Monitor angezeigt werden. Wenn Sie Ihre Software so konfiguriert haben, dass die Zeichen „wiederholt” werden, sehen Sie jedes Zeichen zweimal. Wenn Sie beispielsweise HELLO eingeben, sehen Sie HHEELLOO auf Ihrem Bildschirm. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob „Echo-On” aktiviert ist, beginnen Sie mit der Eingabe, entfernen Sie dann das Kabel vom Port und geben Sie erneut etwas ein. Sie sollten den Unterschied sehen. Wenn Sie mit oder ohne angeschlossenem Kabel nichts sehen, ist möglicherweise der Port defekt oder Sie befinden sich am falschen Port.
Dieser Test überprüft nur, ob Ihr Computer und Ihre Software ordnungsgemäß funktionieren. Wenn Sie festgestellt haben, dass der RS-232-Anschluss Ihres PCs ordnungsgemäß funktioniert, müssen Sie Ihre Verkabelung überprüfen und sicherstellen, dass Ihr Gerät für die gleiche Baudrate, Parität und Stoppbits wie der serielle Anschluss Ihres Computers konfiguriert ist. Überprüfen Sie in der Dokumentation Ihres Geräts, ob es Handshaking erfordert oder ob eine spezielle Konfiguration erforderlich ist.