Die Überwachung von Strömungen in offenen Kanälen ist eine seit langem etablierte Technik zur Messung der Durchflussmenge von Wasser in Bewässerungskanälen, Bächen, Regenwassersystemen und Abwasseraufbereitungsanlagen. Im Gegensatz zu geschlossenen Rohrsystemen basieren offene Kanäle auf Schwerkraft statt auf Druck, sodass eine genaue Messung von der Beziehung zwischen Wasserstand (Pegel) und der Durchflussmenge ab.
Durchflussmessung mit Wehren und Messgerinnen
In den meisten Anwendungen mit offenen Kanälen werden Vorrichtungen wie Wehre und Messgerinne verwendet, um dieses Verhältnis zu standardisieren. Beide funktionieren, indem sie den Kanal in eine bekannte Querschnittsgeometrie formen, die den Flüssigkeitsstand mit der Durchflussmenge durch eine vorhersagbare mathematische Beziehung in Verbindung bringt.
Beispiel für Wehre
Beispiel für Gerinne
Wehre sind vertikale Barrieren mit einer präzise geformten Öffnung (z. B. rechteckig, V-förmig oder Cipolletti).
Durchflussmessrinnen, wie z. B. Parshall- oder Palmer-Bowlus-Konstruktionen, verengen und vertiefen den Strömungsweg, beschleunigen die Flüssigkeit und ermöglichen eine Messung mit geringem Druckverlust.
In beiden Fällen ist die Höhe des über oder durch das Gerät fließenden Wassers direkt proportional zur Abflussrate, was eine kontinuierliche Durchflussberechnung unter Verwendung von Gleichungen der Kalibrierung oder -tabellen ermöglicht.
Traditionelle Messmethoden
In der Vergangenheit wurde der Wasserstand (oder „Druck”) manuell mit Wehrstäben, Messlatten oder mechanischen Sensoren gemessen. Diese Methoden waren zwar einfach, brachten jedoch mehrere Herausforderungen mit sich:
- Häufige Wartung aufgrund von Ablagerungen, Algen oder Sedimentansammlungen
- Arbeitskosten für die manuelle Datenerfassung und Besichtigungen vor Ort
- Messungenauigkeiten aufgrund von Verschmutzungen, festsitzenden Schwimmern oder falsch abgelesenen Markierungen
Darüber hinaus verursachen diese „Low-Tech“-Methoden oft versteckte Betriebskosten, die ihre Einfachheit überwiegen, insbesondere in abgelegenen oder stark strömenden Umgebungen.
Moderne Fortschritte: Ultraschall- und hydrostatische Sensoren
Heute haben kostengünstige elektronische Messgeräte die Überwachung von Durchflüssen in offenen Kanälen revolutioniert. Zwei der gängigsten Techniken sind:
- Ultraschall-Füllstandssensoren: Diese Geräte verwenden berührungslose Schallwellen, um den Abstand zur Wasseroberfläche zu messen, wodurch Verschmutzungen vermieden und die Wartung reduziert wird. Sie eignen sich ideal für Anwendungen mit Ablagerungen oder schwankender Flüssigkeitsqualität.
- Hydrostatische Drucksensoren: Diese Sensoren werden unterhalb der Flüssigkeitsoberfläche installiert und messen den von der Wassersäule ausgeübten Druck, um den Füllstand zu bestimmen. Sie bieten eine hohe Genauigkeit und Zuverlässigkeit, insbesondere bei turbulenten oder schäumenden Bedingungen
In Kombination mit Durchflussumwandlungsalgorithmen oder Transmittern bieten beide Technologien eine kontinuierliche, automatisierte Durchflussmessung mit minimalem Wartungsaufwand und verbesserter Datenzuverlässigkeit.
Innovative Lösungen von
Ultraschall-Füllstandssensor Modell ULSS
Der Modell ULSS Ultraschall-Füllstandssensor bietet eine zuverlässige, berührungslose Füllstandsmessung für Anwendungen in offenen Kanälen und im Nahbereich. Mit einem Messbereich von 1,2 m und einer Genauigkeit von ± 3 mm ermöglicht er eine kontinuierliche Überwachung ohne bewegliche Teile, die sich verklemmen, korrodieren oder Ablagerungen ansammeln können.
Seine Ultraschalltechnologie mit automatischer Temperaturkompensation gewährleistet Genauigkeit unter wechselnden Bedingungen, während das Gehäuse der Schutzart NEMA 6P langfristige Haltbarkeit in rauen Umgebungen bietet. Der ULSS ist über eine kostenlose Software konfigurierbar und ermöglicht es Benutzern, Ausgangssignale und bis zu vier Relais-Sollwerte für die lokale Steuerung oder Alarmkontakte zu programmieren – ideal für Wehre, Gerinne und Abwassersysteme.
Modell ULSM Ultraschall-Füllstandssensor
Der Modell ULSM Ultraschall-Füllstandssensor bietet eine genaue, berührungslose Messung für Anwendungen mit mittlerer Reichweite in offenen Kanälen und Tanks. Mit einem Messbereich von 3 m und einer Genauigkeit von ± 0,2 % des Messbereichs liefert er zuverlässige Leistung in Wasser-, Abwasser- und industriellen Prozessen.
Seine Ultraschallmessung und automatische Temperaturkompensation gewährleisten konsistente Messwerte unter wechselnden Bedingungen, während das Gehäuse der Schutzklasse NEMA 6P Schutz vor Untertauchen und rauen Umgebungen bietet. Mit der kostenlosen Konfigurationssoftware können Benutzer Ausgangssignale und bis zu vier Relais-Sollwerte für Alarmkontakte oder Steuerungen programmieren – damit ist der ULSM eine robuste Wahl für Messgerinne, Sammelbehälter und Prozesstanks.
Ultraschall-Füllstandssensor Modell ULSL
Der Modell ULSL Ultraschall-Füllstandssensor bietet zuverlässige, berührungslose Messungen für höhere offene Kanäle und Tanks in verschiedenen Anwendungen. Mit einem Messbereich von 5,5 m und einer Genauigkeit von ± 0,2 % des Messbereichs gewährleistet er eine präzise, wartungsfreie Überwachung für eine Vielzahl von Flüssigkeiten.
Seine Ultraschalltechnologie mit automatischer Temperaturkompensation sorgt für gleichbleibende Präzision unter wechselnden Bedingungen, während das Gehäuse der Schutzklasse NEMA 6P vor Feuchtigkeit, Schmutz und und Untertauchen. Der ULSL ist über eine kostenlose Software konfigurierbar und unterstützt programmierbare Ausgangssignale und bis zu vier Relais-Sollwerte für Alarmkontakte oder Steuerungen – ideal für tiefe Sumpfbecken, große Gerinne und Abwasserbehandlungssysteme.
Tauchfähige Füllstandstransmitter der Serie PBLT2
Die Tauch-Füllstandstransmitter der Serie PBLT2 bieten eine langlebige, hohe Genauigkeit bei der Füllstandsmessung in Abwasser, Schlamm und anderen anspruchsvollen Flüssigkeitsanwendungen. Für langfristige Zuverlässigkeit ausgelegt, und verfügt über eine Membrandichtung und einen Käfig aus Edelstahl 316, die Verstopfungen und Beschädigungen durch Feststoffe widerstehen, sowie über einen wartungsfreien Filter, der verhindert, dass Partikel oder Feuchtigkeit den Sensor erreichen.
Mit einem 4 bis 20 mA Ausgang und Blitz- und Überspannungsschutz liefert der PBLT2 zuverlässige Leistung in rauen Umgebungen. Sein belüftetes Kabel mit einer Zugfestigkeit von 270 lb gleicht atmosphärische und gewährleistet so genaue Messwerte ohne häufige Wartung.
Der PBLT2 wurde für den Einsatz in Absetzbecken, Tanks oder Klärbecken entwickelt und bietet eine robuste Lösung für Bereiche, in denen Ultraschallsensoren ungeeignet sind. Damit eignet er sich ideal für Schlammgruben, Chemikalienlager und die Überwachung des Abwasserstands.
Digitale Panel-Messgeräte der Serie APM
Die digitalen Panel-Messgeräte der Serie APM bieten eine genaue und flexible Anzeige und Steuerung für die Überwachung von Durchfluss, Füllstand und Prozessüberwachung. Diese 1/8-DIN-Geräte akzeptieren 4-20-mA- oder 0-10-V-Signale und verfügen über eine integrierte Wehr- und Gerinne-Exponential-Linearität, die eine direkte Umwandlung des Transmitter-Eingangs in Durchflussrate sowohl für die lokale Anzeige als auch für die Ausgänge ermöglicht.
Mit einer wetterfesten NEMA 4X-Front ist die APM-Serie für Außeninstallationen geeignet, bei denen Sonnenlicht und Feuchtigkeit vorhanden sind. Zu den intelligenten Funktionen gehören mathematische Funktionen für runde horizontale Tanks, eine Wechselsteuerung für mehrere Pumpen und eine 32-Punkt-Linearisierung für nichtlineare Signale. Das Display kann für Transmitter-Ausgänge, Schaltausgänge oder serielle Kommunikation konfiguriert werden und bietet somit vollständige Flexibilität für die Fernüberwachung und -steuerung.