Von Automobilfertigungsstraßen bis hin zu Lebensmittelverpackungsfabriken – Unternehmen sind stark auf ihre Anlagen angewiesen, um ihre Betriebe produktiv und profitabel zu halten. Wenn es zu Ausfällen von Anlagen kommt, entstehen nicht nur Kosten für den Austausch oder die Reparatur der Anlagen, sondern auch Produktivitätsverluste aufgrund der Unterbrechung – Kosten, die viel höher sein können als die Reparaturkosten.
Wenn Sie also überlegen, wie Sie den ROI Ihrer Anlagen maximieren können, müssen Sie nicht nur die Kosten für die Anlagen im Vergleich zu den Wartungskosten berücksichtigen, sondern auch, welche Arten von Problemen sich am stärksten auf das Geschäftsergebnis Ihres Unternehmens auswirken. Um dies effektiv zu tun, müssen Sie:
- Verfolgen Sie wichtige Kennzahlen der Wartung, damit Sie die bestmöglichen Entscheidungen für die Wartung treffen können.
- Befolgen Sie bewährte Verfahren der Wartung, um sicherzustellen, dass sich die Geräte in einem optimalen Zustand befinden.
- vorbeugende oder vorausschauende Maßnahmen zur Wartung durchführen, um Ausfallzeiten zu reduzieren
Bewährte Verfahren für die Wartung
Schlecht gewartete Geräte arbeiten ineffizient und fallen eher unerwartet aus. Durch strenge und konsequente Maßnahmen zur Wartung verlängern Sie die Lebensdauer der Maschinen und verbessern deren Kapitalrendite. Die folgenden Arbeiten zur Wartung sollten regelmäßig durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass Ihre Geräte in einem optimalen Betriebszustand bleiben.
- Schmierstoffe regelmäßig prüfen – Schmierstoffe reduzieren die Reibung an beweglichen Teilen und sind einer der wichtigsten Aspekte der Wartung.
- Temperaturprüfungen – Überhitzung ist oft ein Anzeichen für einen bevorstehenden Ausfall oder eine Fehlfunktion der Maschine. Die tägliche oder wöchentliche Überprüfung der Temperatur Ihrer Anlagen kann Ihnen helfen, einen bevorstehenden Komponentenausfall zu erkennen.
- Sensorische Analyse – Machen Sie sich mit der Maschine und den „normalen” Geräuschen dieser Maschine vertraut. So können Sie ungewöhnliche Geräusche erkennen, die auf ein mechanisches Problem hinweisen können.
- Vibrationen – Mithilfe einer Vibrationsanalyse können Sie mechanische Fehlausrichtungen oder Lockerungen erkennen.
Wichtige Kennzahlen für die Wartung von Anlagen
Der erste Schritt zum Verständnis, wie sich Ihre Wartungsmaßnahmen auf die Lebensdauer Ihrer Anlagen und die Gesamtbetriebskosten auswirken können, sind Daten, die die Kosten spezifischer Auswirkungen aufzeigen. Dazu gehören:
- Ansprechzeiten für Arbeitsaufträge – Wie lange es dauert, ein Problem in Ihrer Anlage zu finden, zu melden und zu beheben, kann Aufschluss darüber geben, ob Ihre Prozesse der Wartung optimiert werden müssen.
- Rückstand bei aufgeschobenen Wartungsarbeiten – Aufgeschobene Wartungsarbeiten, die nicht behoben werden, können zu größeren und teureren Reparaturen an Anlagen führen, was wiederum höhere Gesamtbetriebskosten zur Folge haben kann.
- Verhältnis von proaktiver zu reaktiver Wartung – Die Kosten für reaktive Wartung sind aufgrund unerwarteter Ausfallzeiten und der Notwendigkeit, auf Ersatzteile zu warten, oft höher als die Kosten für proaktive Wartung.
- Mittlere Zeit bis zum Ausfall – Durch die Erfassung der Zeitspanne zwischen Ausfällen von Geräten können Sie Einblicke in die Zuverlässigkeit einer Anlage gewinnen und deren zukünftige Leistung besser vorhersagen. Diese Kennzahl kann Ihnen auch bei der Planung vorbeugender Wartungsmaßnahmen helfen, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Anlagen nicht bis zum Ausfall betreiben oder übermäßig warten.
- Mittlere Reparaturzeit – Wenn Sie wissen, wie lange es durchschnittlich dauert, bis eine ausgefallene Anlage wieder betriebsbereit ist, erhalten Sie Einblicke darüber, welche Arten von Anlagenausfällen die Produktion am stärksten beeinträchtigen, wie lange die Produktion unterbrochen ist und wie sich geplante gegenüber reaktiven Wartungsmaßnahmen auf die Reparaturzeit auswirken können.
Als Nächstes sollten Sie sich die Gesamtanlageneffektivität (OEE) ansehen. Dieser KPI wird verwendet, um zu quantifizieren, wie gut eine Fertigungseinheit im Verhältnis zu ihrer Auslegungskapazität arbeitet. Die OEE verwendet drei separate Komponenten – Verfügbarkeit, Leistung und Qualität –, um zu messen, wozu die Anlagen eines Werks unter perfekten Bedingungen in der Lage sind. Zwar kann kein Fertigungsprozess realistisch mit einer OEE von 100 Prozent betrieben werden, doch kann die Kennzahl als Standard verwendet werden, an dem Sie die Betriebsabläufe Ihrer Fertigung messen können.
Durch die Kombination Ihres OEE-KPI mit den oben aufgeführten Kennzahlen erhalten Sie einen besseren Einblick in die betriebliche Effizienz Ihres Werks und können besser verstehen, welche Arten von Problemen die größten Kosten für die Instandhaltung Ihrer Anlagen verursachen. So können Sie beispielsweise feststellen, dass die Kosten für Ausfallzeiten (Verfügbarkeit) höher sind als die Kosten für Fehler (Qualität). Mit diesem Wissen können Sie dann bewährte Verfahren der Wartung anwenden, um die kostspieligsten Produktionsunterbrechungen und Geräteausfälle zu minimieren.
Um diese Probleme zu überprüfen, können Sie entweder manuelle Messtechniken wie Handgeräte verwenden oder Sensoren einsetzen, um eine kontinuierliche Online-Überwachung und automatisierte Warnmeldungen zu erstellen. Mit beiden Optionen können Sie Probleme frühzeitig erkennen, sodass Sie Ausfallzeiten reduzieren, Ersatzteile im Voraus bestellen und die Ansprechzeiten für Arbeitsaufträge verbessern können.