Cardinal Glass suchte nach einer Möglichkeit, seine Feuchtigkeitssensoren mit seiner Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) zu verbinden. Das neu erschienene Omega Enterprise Gateway (OEG) mit einem aktualisierten OPC UA/DA-Protokoll ermöglichte eine nahtlose Integration und eine effektivere Überwachung.
Herausforderung
Effizienter und effektiver Schutz hochwertiger Vermögenswerte
Jeden Monat produziert Cardinal Glass etwa 8 Millionen Quadratfuß hochwertiges Spezialglas-Material, das einem intensiven Herstellungsprozess unterzogen wird. Die Hälfte dieser Materialien wird auf Länge geschnitten, montiert und an Kunden versandt. Die andere Hälfte – etwa 4 Millionen Quadratfuß – wird für zukünftige Bestellungen gelagert. Wenn das gelagerte Glas jedoch zu lange Schwankungen der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, beginnt die Beschichtung zu oxidieren, was zu katastrophalen Schäden führt.
Um diese Gefahr zu vermeiden, hat Cardinal Glass sechs Omega™ iTHX-SD Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitore an sechs verschiedenen Säulen in zwei Gebäuden angebracht, um die Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit der Lagerumgebung zu überwachen. Die Qualitätskontrollabteilung musste die Daten jedoch weiterhin manuell abrufen, was die Anlagen zwischen den manuellen Kontrollen einem Risiko aussetzte und wertvolle Zeit für die Überprüfung der Monitore erforderte.
Darüber hinaus wünschte sich Cardinal Glass eine Lösung, die sich in ihre HMI integrieren ließ. So könnten sie den gesamten Betrieb der Anlagen über eine einzige Schnittstelle verwalten, da die anderen Maschinen in der Fertigung bereits in ihre HMI integriert waren.
„Wenn Produkte in unserer Fabrikhalle verderben, bedeutet das Gewinnverlust“, sagt Jeff Tramel, Automatisierungssteuerungsspezialist bei Cardinal Glass.p>
Lösung
Daten auf Abruf mit einem OPC-UA-Protokoll
Die HMI von Cardinal Glass verwendete ein OPC-UA-Protokoll, um sich in den gesamten Prozess der Anlage einzubinden – jede integrierte Echtzeit-Überwachungslösung musste daher ebenfalls das OPC-UA-Protokoll verwenden. Jeff Tramel, Automatisierungssteuerungsspezialist bei Cardinal Glass, wurde mit der Suche nach der richtigen Lösung beauftragt.
Nachdem er einige Zeit damit verbracht hatte, verschiedene Optionen zu recherchieren und nach der richtigen Lösung zu suchen – die Lösungen, die er fand, verwendeten die älteren OPC DA-Protokolle –, war Tramel kurz davor, sich für eine altmodische analoge Signalkonfiguration zu entscheiden. Er beschloss jedoch, sich an Omega zu wenden, um zu sehen, ob er eine Lösung übersehen hatte, die funktionieren könnte. Tramel erfuhr, dass Omega gerade eine neue Software – Omega Enterprise Gateway (OEG) – auf den Markt gebracht hatte, die sowohl das OPC UA- als auch das OPC DA-Protokoll unterstützen würde.
„Ich war der erste Kunde, der versuchte, die OEG-Software mit dem OPC UA-Integrationsprotokoll zu implementieren“, sagte Tramel. „Ich arbeitete direkt mit einem der leitenden Software-Design-Ingenieure von Omega zusammen, der sehr auf meine Anliegen einging und sich dafür einsetzte, dass die Software meinen Anforderungen gerecht wurde.“
„Dank eines agilen Softwareentwicklungsprozesses können wir Kundenfeedback schnell einarbeiten“, sagt Xiaoyong Su, leitender Software-Ingenieur bei Omega. „Unsere Kunden erhalten ein Produkt, das besser für sie funktioniert, und wir erhalten ein Produkt, das für alle unsere Kunden besser funktioniert.“
Ergebnis
Besserer Schutz und proaktive Einblicke mit weniger Aufwand
Für Cardinal Glass hat die OEG-Software die nahtlose Integration zwischen seiner HMI und seinen Omega-Überwachungsgeräten ermöglicht. Jetzt kann Tramel die Daten in Echtzeit von den Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren abrufen und sie mit der Anzeige auf seiner HMI verknüpfen. So können er und das Qualitätskontrollteam gleichzeitig die Feuchtigkeitswerte sowie andere Anlagenprozesse und Messungen überwachen.
Tramel ist außerdem davon überzeugt, dass Echtzeit-Einblicke dem Unternehmen nicht nur helfen, seine Anlagen besser zu schützen, sondern auch proaktiver bei der Verbesserung seiner Fertigungsprozesse und -umgebung zu sein. Tatsächlich hat die Qualitätskontrollabteilung kürzlich Screenshots der OEG-Analysen an die Managementteams geschickt, als die Luftfeuchtigkeit während eines Problems im Fertigungsprozess hoch war – und darauf hingewiesen, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen beiden Faktoren besteht.
Tramel freut sich auch darauf, die Alarmfunktionen der OEG Gateway-Lösung zu nutzen. Mit den Alarmkontakten können Tramel und die Qualitätskontrollabteilung sofort per E-Mail oder SMS benachrichtigt werden, wenn die Luftfeuchtigkeit einen bestimmten Schwellenwert erreicht, sodass sie schnell reagieren und die Luftfeuchtigkeit senken können, bevor Vermögenswerte beschädigt werden.