Die Messung eines Phänomens mit einem DAQ-Gerät hängt von der Art des Phänomens selbst und dem zur Messung verwendeten Sensor ab. Es gibt jedoch ein allgemeines Verfahren für die Messung mit einem DAQ-Gerät.
Schritt 1: Richten Sie die DAQ-Schnittstelle auf dem Computer ein.
Schritt 2: Schließen Sie die DAQ-Hardware an den Computer an.
Schritt 3: Überprüfen Sie die Kompatibilität zwischen dem Sensor und der DAQ-Hardware. Schließen Sie die Sensoren an die DAQ-Hardware an.
Schritt 4: Testen/Kalibrieren Sie das gesamte System.
Schritt 5: Beginnen Sie mit der Messung gemäß dem Testaufbau.
Für DAQ-Systeme stehen verschiedene Sensoren zur Verfügung. Jeder Sensortyp hat eine bestimmte Funktion. Einige der gängigsten Klassifizierungen von Sensoren basierend auf der Art der Anwendung sind:
Temperatur: Für die Temperaturmessung werden am häufigsten Thermoelemente, Thermistoren, RTDs (Widerstandsthermometer) und IC-Sensoren.
Feuchtigkeit: Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft wird mit kapazitiven, resistiven oder Wärmeleitfähigkeits-Sensoren gemessen.
Vibrationen: Die Vibrationen des Systems werden mit piezoelektrischen Sensoren oder Beschleunigungsmessern gemessen.
Kraft: Zur Messung von Kraft werden Sensoren entsprechend der Art der zu messenden Kraft ausgewählt. Dehnungsmessstreifen eignen sich für Zug, Druck, Scherung, Druck und Vakuum. Wägezellen eignen sich zur Messung von Zug- und Druckkräften. Druck, der ebenfalls eine Form von Kraft ist, wird mit Drucksensoren gemessen.
Strom und Spannung: Strom und Spannung werden mit Widerstandssensoren gemessen.
Geschwindigkeit: Die Geschwindigkeit eines Objekts wird mit verschiedenen Sensoren wie Bodenradar, Doppler-Radar, Geschwindigkeitsmessern usw. gemessen.
Flüssigkeitsdurchfluss: Der Flüssigkeitsdurchfluss wird mit Durchfluss-Sensoren gemessen. Es gibt Durchfluss-Sensoren und Gasdurchfluss-Sensoren, die zur Messung des Durchflusses von Flüssigkeiten bzw. Gasen verwendet werden.
Eine Eigenschaft kann mit mehr als einem Sensortyp gemessen werden. Die Entscheidung für einen bestimmten Sensortyp hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Stabilität, Linearität, Geschwindigkeit, Robustheit, Bedarf an einer externen Stromquelle und der Art der benötigten Daten.
Faktoren, die die Genauigkeit beeinflussen
Die Genauigkeit hängt nicht nur von der Qualität des Messgeräts ab, sondern auch von mehreren anderen Faktoren. Daher wird immer empfohlen, dass der Benutzer die Messungen in einer sehr neutralen Umgebung durchführt. Hier sind einige der häufigsten Störfaktoren, die die Genauigkeit der Messungen beeinflussen:
Temperatur: Die meisten der von uns verwendeten Sensoren sind in gewisser Weise temperaturabhängig, insbesondere piezoelektrische Sensoren. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, werden Temperaturkompensationstechniken eingesetzt.
Kalibrierungsfehler: Nach der Einrichtung eines DAQ-Systems ist eine Kalibrierung erforderlich, um möglichst genaue Messwerte zu gewährleisten. Ohne Kalibrierung der Messanordnung erhalten Sie von Anfang an fehlerhafte Messwerte.
Menschliche Fehler: Von einem übersehenen wichtigen Schritt während der Messung bis hin zu einer unsachgemäßen Testanordnung – menschliche Fehler gehören zu den häufigsten Fehlern, die bei Messungen beobachtet werden. Aus diesem Grund gibt es für die meisten Experimente und Tests ein festgelegtes Verfahren. Die Einhaltung dieses Verfahrens ist entscheidend für den Erfolg jeder experimentellen Beobachtung.
Feuchtigkeit: Messungen unter extrem feuchten Bedingungen sind im Allgemeinen nicht zu empfehlen, da elektrische Komponenten bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht gut funktionieren und sogar Ausfälle verursachen können.
Auswirkungen von Reibung, Hysterese oder anderen elektrischen Störungen: Die magnetischen Auswirkungen von Elektrizität können die Umgebung stark beeinflussen, insbesondere wenn diese aus Metall besteht. Messungen in Gegenwart von überlagernden elektrischen Störungen können zu Fehlern bei der Messung führen.
Vibrationen: Vibrationen können die Werte des Sensors beeinträchtigen, es sei denn, Sie messen Vibrationen! Es ist notwendig, den Prüfstand stabil und frei von unerwünschten Vibrationen oder Reibung zu halten.
Licht: Licht mag als Fehlerquelle seltsam erscheinen, kann jedoch zu erheblichen Messinstabilitäten führen, wenn Sie die Lichtintensität einer Quelle messen und es zu einer weiteren Lichtleckage kommt.
Nichtlinearität: Ein Nichtlinearitätsfehler tritt auf, wenn die Ausgangskurve des Sensors nicht proportional zur Eingangskurve variiert. Dies zeigt, dass das Messgerät bei einer anderen Last oder einem anderen Eingang nicht richtig skalieren kann.